Grüneberg ERINNERT


 Ein Blick in die Initiative

In diesem Video stellt sich die Jugendinitiative Grüneberg ERINNERT / überLAGERt vor. Wer sind wir und was wollen wir? Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim beim Anschauen. Gerne können Sie Ihre Fragen oder ihre Meinung in die Kommentare schreiben wir antworten Ihnen. Bleiben Sie uns gewogen! Ihr Grüneberg ERINNERT Team Der Landesjugendring Brandenburg e.V. als Programmträger des „überLAGERt“-Projektes gibt in Kooperation mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten – hier insbesondere der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen -, dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und der Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ Jugendlichen die Möglichkeit, die Geschichte des Nationalsozialismus lokal zu erforschen. Dieser Film konnte durch das Bundesförderprogramm Demokratie Leben und dem Landkreis Oberhavel entstehen. Vielen Dank!




Hatikva- Zum Gedenken an Häftlinge des Ravensbrücker KZ Außenlagers Grüneberg

Hatikva heißt Hoffnung 

Zum Gedenken an Häftlinge des Ravensbrücker KZ-Außenlagers Grüneberg, hier besonders an Maria und Jedwiga LasockaZum Schicksal der HäftlingeGewidmet in Vertretung aller Leidensgenossinnen den Schwestern Marja und Jadwiga geborene Landau aus Polen, die ihren jüdischen Namen zu Beginn des Krieges 1939 zum eigenen Schutz ablegten. Sie studierten Geschichte und Soziologie und engagierten sich als junge Frauen im Widerstand gegen die deutsche Besatzung, wurden verraten und 1941 inhaftiert. Nach dem Aufenthalt im Warschauer Pawiak-Gefängnis, wo Maria gefoltert und zum Tode verurteilt wurde, wurden sie 1942 nach Ravensbrück deportiert und kamen 1943 in das KZ-Außenlager Grüneberg. Hier mussten sie unter erbärmlichen und unmenschlichen Bedingungen ihr Dasein fristen, Tag und Nacht der Willkür sadistischer Aufseherinnen ausgesetzt. Sie wurden zur Arbeit in der Munitionsfabrik gezwungen, um Patronen herzustellen, die man auf ihre Familienangehörigen richten würde. Viele Frauen überlebten Grüneberg nicht. Durch die "Rettungsaktion Bernadotte" kamen die Schwestern im April 1945 nach Schweden, wo Maria, verheiratete Winiarska, blieb, eine Familie gründete und als Bibliothekarin tätig war. Jadwiga durfte 1947 nach einem Besuch in Polen, bei demsie ihre Eltern suchen wollte, nicht nach Schweden zurückreisen. So gründete sie in ihrer alten Heimatstadt Warschau eine Familie und betätigte sich als Journalistin. Sie starb 2007, ihre Schwester Maria 2013. 2018 machte sich der Sohn Michael aus Schweden auf die Spurensuche nach Grüneberg. Er kam mit seiner Tochter Maria und seiner Enkelin Rosa. Sie suchten den Gedenkort auf dem ehemaligen KZ-Gelände in Grüneberg auf. Maria lebt heute in Berlin und ist Musikerin. Sie musizierte die Uraufführung des Werkes Hatikva-Suite, das ihrer Großmutter und Großtante gewidmet ist, am 8. November 2020 in Grünebergs Kirche an der Viola mit. Im Advent wurde dann die folgende Aufnahme gemacht. Zur Komposition Der Komponist Manfred Schlenker aus Hohen Neuendorf (Jahrgang 1926) erläutert: „1978 dichtete Naphtali Herz Imber auf hebräisch ein zionistisches Gedicht mit neun Strophen Unsere Hoffnung, dem ein Textabschnitt des Propheten Ezechiel zugrunde liegt (Hesekiel 37, 11-14), genannt Traum der verdorrten Gebeine. Vermutlich formte der rumänische Komponist Samuel Cohen aus einem älteren europäischen Volkslied und dem verkürzten Imber-Text ein Lied, das 1897 zur Hymne der zionistischen Bewegung und 1948 mit der Gründung des Staates Israel zur Nationalhymne erklärt wurde. Bereits 1874 hatte Bedrich Smetana die Volksliedmelodie in der sinfonischen Dichtung Die Moldau verwendet. 1969 schrieb Berta Schmidt-Eller auf die erweiterte Melodiefassung von Cohen einen christlichen Text Zünde an dein Feuer. Aus gegebenem Anlass komponierte ich im Sommer 2020 diese Suite. Vor der eigentlichen Liedbearbeitung stehen zwei besondere Sätze: im Klangraum soll die weiträumige Wirksamkeit des Liedes angedeutet werden, in Umkehr die Einwanderung der Heimkehrer in das palästinensische Gebiet. Mit der Nachdichtung des ursprünglichen Bibeltextes möchte ich die Aussagen des Propheten auf diese verbreitete Melodie singbar machen; bei der Uraufführung erklangen diese Verse zum abschließenden Hymnus.“ 1. Klangraum – klangvoll, nicht zu schnell   2. Umkehr – mäßig 3. Lied mit Variationen – liedmäßig 4. Variation I – bewegt 5. Variation II – schnell 6. Variation III – lyrisch, gehalten 7. Hymnus – breit – zum Mitsingen Liedtext zum Mitsingen: Menschenkind, nur Gräber sind der Menschen Los! Stolz war das Volk, die Zuversicht war groß. Hoffnung ging verloren, Mut den Gräbern gleich, Volk weit zerstreut, es naht kein Friedensreich. So spricht der Herr: Ich will das Land auftun, vom Schlaf erwecken alle, die noch ruhn. Mein Geist schafft Leben, hilft aus aller Not. Hört, was ich rede: Ich bin euer Gott. 

Aufnahme von Olaf Aden 2020 Dorfkirche Grüneberg 
Geige: Juliette Beauchamp
Viola: Maria Winiarski 

Komposition: Manfred Schlenker 2020 
Projektleitung:  Ruth-Barbara Schlenker/ Grüneberg ERINNERT 

Gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie Oberhavel im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" Kooperationspartner ist der Landesjugendring Brandenburg mit dem Programm „überLAGERt – lokale Jugendgeschichtsarbeit an Orten ehemaliger KZ-Außenlager in Brandenburg“ Jugendinitiative „Grüneberg ERINNERT“ 



Kveta - ein Mädchen aus Lidice - Oktober 2019

In diesem LEGO-Stop-Motion-Video wird die Geschichte des Ortes Lidice und der Leidensweg der 16-jährigen Kveta Hroniková aus Lidice bei Prag 1942 bis 45 nachgezeichnet. Kveta war auch im Konzentrationslager Ravensbrück und im

KZ-Außenlager Grüneberg inhaftiert. Mehr zum Programm "überLAGERt" findet ihr unter: www.ueberlagert.de

 



Video zum 75. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück April 2019

Dieses Video ist anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück entstanden. Im Projekt "überLAGERt" erforschen Jugendliche die Geschichte ehemaliger KZ-Außenlager. Die Gruppe aus Grüneberg, die sich hier zu Wort meldet ist eine dieser Gruppen. Die Frauen, die in Grüneberg vor allem in der Munitionsfabrik arbeiten mussten, waren Häftlinge des KZ Ravensbrück. Mehr Infos über das Projekt "überLAGERt - lokale Jugendgeschichtsarbeit an ORten ehemaliger KZ-Außenlager in Brandenburg" gibt es unter www.ueberlagert.de










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