Grüneberg ERINNERT

Neujahrsempfang zum Holocaust-Gedenktag am 27.01.2021

 

Wegen der Corona Pandemie sollte der Neujahrsempfang nicht ausfallen und als Alternative wurde zu einem Youtube Livestream eingeladen.

Der Livestream wurde aus dem Pfarrkeller des evangelischen Gemeindehauses Grüneberg unter Anwesenheit von Ruth-Barbara Schlenker und Tony Sieg gesendet.

Die Jugendlichen des Arbeitskreises haben mit dem Videofilmer Olad Aden einen Dokumentarfilm über ihre Arbeit und ihre Vorhaben gedreht. Dieser wurde gezeigt.

Anschließend wurde eine Fragerunde im Livestream Chat angeboten.

Leider war die Übertragungsqualität sehr sehr schlecht und das war wegen aller Vorarbeiten eine Enttäuschung. Der Dokumentarfilm war gut zu sehen. Die Kommentare waren trotzdem gut!

Umkehr zum Frieden

 

Gedenkveranstaltung am 08.11.2020 in der Kirche Grüneberg

 

Zum Gedenken an Maria Winiarska und ihre Leidensgenossinnen im Ravensbrücker KZ-Außenlager Grüneberg

Jugendliche Mitglieder der Initiative „Grüneberg ERINNERT“ stellen Häftlingsportraits vor.

Andacht mit Hatikva-Suite von Manfred Schlenker (Uraufführung)

 

Vorgestellt wurde ein Kurzfilm, den die 13-jährige Lisa Beelitz und der 13-jährige Arne Schönberg in den Herbstferien zusammen mit der Pastorin Ruth-Barbara Schlenker aufgenommen hatten. Mit Legosteinen wird das Schicksal der 16-jährigen Kveta Hronikova aus Lidice bei Prag dargestellt. Die Männer von Lidice wurden im Juni 1942 alle erschossen, die Frauen und Kinder wurden verschleppt. Kveta Hronikova wurde mit ihrer Mutter nach Ravensbrück und dann nach Grüneberg gebracht. Hier mussten die beiden Frauen schwere Arbeit in der Munitionsfabrik leisten. Bei Grabungen hat man in Lidice Patronen gefunden, die in Grüneberg hergestellt wurden.

 

Anne Pohlandt stellte das Schicksal von Maria und Jedwiga Lasocka vor. Die beiden Frauen aus Warschau kamen als politische Häftlinge 1942 nach Ravensbrück und 1943 in das Außenlager Grüneberg. 1945 wurden sie durch das schwedische Rote Kreuz („Rettungsaktion Bernadotte“) gerettet. Jedwiga Lasocka gründete eine Familie in Warschau und Maria gründete eine Familie in Schweden. Ihr Sohn Michael Winiarski besuchte Grüneberg 2018, zusammen mit seiner Tochter Maria und seiner Enkelin Rosa. Die Tochter Maria Winiarski wohnt mittlerweile in Berlin, ist Musikerin und spielte gemeinsam mit Juliette Beauchamp, Jens Seidenfad und Johann Brüning die Hatikva-Suite, die von Manfred Schlenker für diesen Anlass komponiert wurde.

(In dem Video gibt es eine andere Zusammensetzung des Trios). 

75. Jahrestag der Befreiung der ehemaligen Konzentrationslager

 

Zum 75. Jahrestag der Befreiung der ehemaligen Konzentrationslager am 21.04.2020 fand wegen der Corona-Pandemie ein virtuelles Gedenken statt.

Zu diesem Zweck hat der Arbeitskreis des Außenlagers Grüneberg ein kurzes Video erstellt. Anne Pohlandt, Tony Sieg und Julius Röper berichten in dem Video über zukünftige Aktivitäten. 

Neujahrsempfang 2020

 

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages wurde am 27.01.2020 zur Filmvorführung des Films „Ein Weg – tausend Schicksale“ in die Alte Schule Grüneberg eingeladen. Im Rahmen eines Schülerprojektes des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums Oranienburg, sind einige Schüler 2012 2013 (?)nach Israel gereist, um mit Überlebenden des Todesmarsches vom KZ Sachsenhausen Richtung Westen zu sprechen. Die Begegnungen mit 5 Überlebenden wurden filmisch festgehalten und man ist höchst beeindruckt von der Kraft und Lebensenergie der 5 Herren und von ihrem unbedingten Willen den Jugendlichen ganz genau Auskunft zu geben.

Sehr beeindruckend sind auch die Gedanken, die sich die Jugendlichen nach ihrer Rückkehr gemacht haben. Sie haben ein ganzheitliches Bild über die Geschehnisse des Krieges bekommen und man sah eine tiefe Empathie und Bewunderung für die Opfer. 

„DIE AUFSEHERIN –

Der Fall Johanna Langegeld“

 

Uraufführung des Films „DIE AUFSEHERIN - Der Fall Johanna Langegeld“ in Fürstenberg in der Alten Reederei am 17.01.2020.

 

Co-Produktion Arkadia Film Warzawa und Rohde-Dahl Filmproduktion Berlin.

Ein Dokumentarfilm von Wladek Jurkow und Gerburg Rohde-Dahl.

Johanna Langefeld war eine Oberaufseherin u.a. im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Sie flüchtete vor Prozessbeginn am 23.12.1946 aus dem Gefängnis Montelupich/Krakau mithilfe von polnischen überlebenden Häftlingsfrauen. Diese sahen in Johanna Langefeld zwar eine sehr strenge Aufseherin, aber keine Sadistin.

Auf der Grundlage von Archivmaterial und Aussagen von Zeitzeugen und Historikern nähern sich die beiden Filmautoren aus Polen und Deutschland einer hochrangigen Nazi-Täterin, die gleichzeitig das Leben einzelner Gefangenen gerettet hat.

 

Für diesen Film hat Frau Rohde-Dahl hat Bewohner aus Grüneberg interviewt. 

Friedenstag am 01.09.2019

mit einer Gedenkstunde am Gedenkort des ehemaligen Außenlagers Grüneberg. Danach gab es einen zentralen Gedenkgottesdienst in der Kirche mit Bischof Dr. Markus Dröge, Superintendent Uwe Simon und Pastorin Ruth-Barbara Schlenker. Anschließend fand ein Friedensfest im Pfarrgarten statt. 



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Vorstellung unseres Projektes in der Gedenkstätte Ravensbrück - zum 74. Jahrestag der Befreiung des ehem. Konzentrationslagers Ravensbrück- April 2019

Zusammen mit dem evangelischen Gymnasium Templin konnte die Projektgruppe "Grüneberg ERINNERT" zum 74. Jahrestag der Befreiung des ehem. Konzentrationslagers Ravensbrück unsere Projekte vorstellen. Im Besucherzentrum der Mahn- und Gedenkstätte wurde im hinteren Teil des Hauses eine Bühne zur Verfügung gestellt. Anne Pohlandt und Tony Sieg erklärten alle wichtigen Details zum Projekt und stellten sich den Zuschauerfragen. Im Anschluss gestalteten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Templin einen intereligiösen Gottesdienst mit Vertretern unterschiedlicher Glaubensrichtungen.  

Sommerabend in der Grüneberger Pfarrscheune am 24.08.2019

30 Jahre Grüneberger Gedenkstätte auf dem ehemaligen Gelände des KZ-Außenlagers

Tony Sieg von dem Arbeitskreis „Grüneberg ERINNERT“ zeigte einen Dokumentarfilm von Loretta Walz über den Besuch von ehemaligen Häftlingen des Ravensbrücker KZ-Außenlagers in Grüneberg aus dem Jahr 2000. In diesem Jahr 2019 ist der Beginn des 2. Weltkrieges 80 Jahre her; zum 50. Jahrestag wurde am 1. September 1989 das Mahnmal in Grüneberg eingeweiht. 

Neujahrsempfang

zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Rückblicke 2018 und Ausblicke 2019
Das Jugendprojektteam „Grüneberger Dorfgeschichte überLAGERt“ hatte am 26.01.2019 zum Neujahrsempfang in die Alte Schule Grüneberg eingeladen.

Neben einem Gedenkmoment gab es einen Rückblick auf 2018. Es ging um eine Ideenbörse für bevorstehende Aktivitäten sowie um den Bau von Informationsstelen am Gedenkort. Für 2019 wurde eine Benefizveranstaltung geplant, um das Projekt finanziell zu unterstützen. Bei einem Imbiss wurden Gespräche geführt. Ein besonderer Gast war auch dabei. Der frisch gewählte Landtagsabgeordnete der SPD Andreas Noack schaute vorbei.  


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Gedenken 80 Jahre Pogromnacht

In diesem Jahr jährt sich am 09. November die Reichspogromnacht zum 80. Mal. In der Nacht zum 10. November 1938 wurden in Deutschland Synagogen angezündet, jüdische Geschäfte zerstört und tausende Frauen und Männer der jüdischen Gemeinschaft gefangengenommen und in Konzentrationslager verbracht. 400 jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden getötet oder in den Suizid getrieben. Die Pogromnacht markiert den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp 3 Jahre später in den Holocaust mündete.

Zum Gedenken an diese Geschehnisse wurde am 09.11.2018 zu einer Andacht sowie anschließender Informationsveranstaltung und abschließendem Imbiss in die Kirche Grüneberg eingeladen.

Die Jugendlichen des Projektes „Dorfgeschichte Grüneberg überLAGERt“ stellen ihre Neuerung für ihr Heimatdorf vor: Sie haben eine App eingerichtet, in der man viel Wissenswertes über den Grüneberger Bahnhof, das Ravensbrücker KZ-Außenlager, die ehemalige Munitionsfabrik und das Antikriegsdenkmal erfahren kann. Wer hat, kann die App actionbound kostenlos auf das Smartphone herunterladen.

Desweiteren werden die Jugendlichen von Ihrer Besuchsreise nach Ljubljana in Slownien berichten. Dort begegneten sie der 96-jährigen Dana Valic, die von 1944 bis 1945 im KZ-Außenlager als politische Gefangene inhaftiert war und Zwangsarbeit in der Munitionsfabrik leisten musste.

Und zum Schluss stellt sich eine junge Berlinerin vor, deren Großmutter als KZ-Häftling in Grüneberg war. Sie wird aus den Erinnerungen ihrer Großmutter lesen und mit ihrem israelischen Mann die Veranstaltung musikalisch begleiten: Maria Winiarski und Avri Levitan.

Ausstellung „Licht ins Dunkel bringen“

Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Teltow beleuchteten die bewegte Geschichte der ehemaligen Ersatzkapelle auf dem Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde St. Andreas in Teltow.

Eine Schlafbaracke des Außenlagers Grüneberg ist heute auf dem Friedhof Teltow zu finden. Nach dem 2. Weltkrieg kam das Barackenteil von Grüneberg ins benachbarte Häsen. Dort wurde es als Kapelle von der dortigen Kirchengemeinde genutzt. Nachdem in Häsen die Kapelle nicht mehr gebraucht wurde, wurde sie in Teltow als Übergangskapelle wiederaufgebaut und aufgearbeitet. Nun soll die Baracke ein Mahn- und Erinnerungsort werden.

 

Als Auftakt für die neue Nutzung war es naheliegend, die Geschichte der Baracke zu dokumentieren und zugänglich zu machen. Diese Aufgabe haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern getan. Frau Schlenker und die Gruppe „Grüneberg ERINNERT“ haben viele Informationen und Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt. Die Ausstellungseröffnung fand am 29.06.2018 statt. 

 

Franz-Bobzien-Preis

 

 

Der Franz-Bobzien-Preis wird von der Stadt Oranienburg und der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen alle zwei Jahre an Projektgruppen vergeben, die sich in bestimmter Weise für Toleranz und Demokratie einsetzten, insbesondere sich mit der Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Deutschland beschäftigen.

 

 

2018 ging der Preis an die „überLAGERt“ Projektgruppe in Grüneberg (und an 4 weitere „überLAGERt“-Projektgruppen in Brandenburg)

 

 

Die Preisübergabe fand am 22.04.2018 in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen im Beisein der Kulturministerin Martina Münch und dem Bürgermeister Alexander Laesicke statt.

 

 

Grüneberg liest

 Zum 75. Jahrestag der Eröffnung des Ravensbrücker KZ-Außenlagers Grüneberg

Zu einer interaktiven Lesung hatte die Initiative im 04. März 2018 in die Alte Schule, Grüneberg eingeladen. Ca. 35 Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, den vorbereiteten Häftlingsberichten ihre Stimmen zu leihen. 
Durch diese Reih-um-Erzähltechnik entstand eine besonders würdevolle und dynamische Atmosphäre im Raum.
Der Kantor Jens Seidenfad begleitete die Lesung musikalisch auf dem Akkordeon. 

 


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Vorstellung der Ergebnisse

Am 21. Oktober 2017 wurden bei einer Veranstaltung in der Gaststätte „Zur Eisenbahn“ die Ergebnisse der Recherchen zum Außenlager Grüneberg vorgestellt. Die Projektgruppe, die aus Anne Pohlandt, Claudia Koeppen, Lisa Mohrholz und Tony Sieg bestand, hatte in Archiven geforscht, Kartenmaterial zusammengetragen, Luftbildaufnahmen und historische Fotografien ausgewertet, Zeitzeugen aus Grüneberg befragt, Bilder und alte Postkarten gefunden, sogar Videos wurden entdeckt. 60 Personen besuchten die Veranstaltung und waren beeindruckt von den Erinnerungen der in Grüneberg lebenden Christel Welder: „Die ausländischen Zwangsarbeiterinnen mussten auf dem Weg von den Baracken zur Fabrik das Lied ‚Muß i denn, muß i denn zum Städele hinaus‘ singen“. Frau Welder konnte das Lied lange nicht singen; obwohl sie damals ein Kind war, hatte sie die furchtbaren Tragödien irgendwie abgespeichert.

Zum Ende der Veranstaltung wurden an der Gedenktafel Blumen niedergelegt. 


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